{"id":2472,"date":"2019-09-12T20:46:07","date_gmt":"2019-09-12T20:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zaldor.de\/?p=2472"},"modified":"2019-09-12T20:46:07","modified_gmt":"2019-09-12T20:46:07","slug":"liebet-die-freiheit-ehret-den-markt-und-durchschaut-karl-marx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zaldor.de\/blog\/2019\/09\/12\/liebet-die-freiheit-ehret-den-markt-und-durchschaut-karl-marx\/","title":{"rendered":"Liebet die Freiheit, ehret den Markt und durchschaut Karl Marx!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hofheim am\nTaunus, 12. September 2019 \u2013 Frei sein. Welch wunderbare Perspektive! Nicht tun\nzu m\u00fcssen, was man eigentlich gar nicht will. Die knappe Lebenszeit\nselbstbestimmt zu gestalten und dabei den eigenen Pr\u00e4ferenzen zu folgen, ohne\nandere dabei in irgendeiner Weise in ihrer Freiheit einzuschr\u00e4nken. Die\nWahlfreiheit zu haben, das eine kaufen zu k\u00f6nnen und auf das andere bewusst zu\nverzichten. Freiheit hat unterschiedliche Facetten, doch sie braucht, neben dem\nGeist, (fast) immer auch eine \u00f6konomische Grundlage. Diese \u00f6konomische\nGrundlage besteht aus zwei Teilen: dem Kapital und dem freien Markt. Den Markt\nstelle ich im Folgenden in den Fokus meines Kommentars.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eWarum\nschreibt er jetzt \u00fcber Markt und Freiheit und nicht etwa \u00fcber das aktuelle Kapitalmarktgeschehen?\u201c\nm\u00f6gen Sie sich fragen. Weil das \u00f6ffentliche Meinungsbild \u00fcber den freien Markt inzwischen\nbedenklich schief h\u00e4ngt und darunter die Perspektive unserer individuellen\nFreiheit erheblichen Schaden nehmen kann! <\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zaldor.de\/wp-content\/uploads\/Frauen-am-Markt-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2469\" width=\"483\" height=\"322\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Materie folgt dem Geist. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAchte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.\nAchte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen,\ndenn sie werden Gewohnheiten\u2026\u201c. Welch weise Worte Talmuds. \u00dcbrigens war Karl\nMarx, auf diesen Herrn kommen wir sp\u00e4ter noch zu sprechen, genau der\ngegenteiligen Auffassung. Zumindest propagierte er diese unhaltbare These\nfortw\u00e4hrend in seinem spaltenden Klassenkampf. Der Geist sei das Produkt der\n\u201emateriellen Produktivkr\u00e4fte\u201c. Wie sind diese nur entstanden? Vom Himmel\ngefallen waren sie meines Wissens auch im 19ten Jahrhundert nicht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Worte Talmuds im Bewusstsein, werde ich\nstets innerlich ganz unruhig, wenn ich die negativen Assoziationen vieler\nMenschen wahrnehme, die mit den Begriffen \u201eKapital\u201c und \u201eMarkt\u201c verbunden sind.\nEine besondere Nervosit\u00e4t stellt sich ein, wenn manch politischer Akteur die B\u00fchne\nder Gerechtigkeit betritt und Kapital und Markt noch st\u00e4rker reglementieren\nwill. Diesem Szenario ist derzeit zum Beispiel der deutsche Wohnimmobilienmarkt\nausgesetzt. Wir werden sp\u00e4ter erkennen, dass das zugrundeliegende Problem der\nKnappheit dadurch nur noch versch\u00e4rft werden wird. Wohlstand und\n(Wahl-)Freiheit verlangen dauerhaft zwingend Kapital und funktionierende, freie\nM\u00e4rkte! Und an alle Marxisten sei der erg\u00e4nzende Hinweis gerichtet:\nidealerweise auch einen freien Geist und einen klaren Verstand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht hatten Sie auch schon den einen oder\nanderen negativen Gedanken, wenn Sie irgendwelche Marktberichte geh\u00f6rt haben.\nAssoziationen, wie der \u201eherzlose Kapitalmarkt\u201c oder der \u201eunsoziale\nImmobilienmarkt\u201c, stecken jedenfalls in vielen K\u00f6pfen fest. Dieselben K\u00f6pfe sind\nes dann aber, die vergn\u00fcgt wochenends auf dem heimischen Marktplatz anzutreffen\nsind. Sie genie\u00dfen die Vielfalt des frischen Angebots, vergleichen Preise,\nw\u00e4gen wahlfrei ihre Pr\u00e4ferenzen ab und kommen schlie\u00dflich mit einem ganz\nindividuell gepackten Einkaufskorb gut gelaunt wieder nach Hause. Doch wie\nkommt es zu diesen unterschiedlichen Wahrnehmungen vom Markt? In der Regel\nliegt es wohl an den gemachten Erfahrungen. Hier konnte man sich Bed\u00fcrfnisse nicht\nleisten und wurde entt\u00e4uscht, dort war das Angebot erschwinglich und die\nBed\u00fcrfnisse waren befriedigt. Ist aber deshalb irgendein Markt b\u00f6s- oder gutartig?&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der freie\nMarkt ist ein Segen f\u00fcr die Menschheit!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle m\u00fcssen wir kurz abstrahieren, um\ndie eben gestellte rhetorische Frage allgemeing\u00fcltig und sachlich\nfundiert mit einem eindeutigen \u201eAber nein!\u201c zu beantworten. Das wunderbare an\ndieser Antwort wird zudem sein, dass sie zutiefst human begr\u00fcndet ist und somit\ndie F\u00e4higkeit zu einem breiten Konsens besitzt. Ideologische \u00dcberzeugungen mit\nihren unhaltbaren, da sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden, empirischen \u201eJa-aber-wenn-das-so-ist-dann-Beziehungen\u201c\nwerden zur stumpfen Klinge. Sachlichkeit und Vernunft gewinnen zumindest kurzzeitig\ndie Oberhand im Dialog. Wer nicht an Humanit\u00e4t glaubt und im Menschen ein schlechtes\nWesen sieht, der sollte sich selbst zuerst von diesem \u00dcbel befreien und bitte\nerst dann weiterlesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Praxeologie, die Lehre vom menschlichen Handeln,\nhei\u00dft die ungemeine Klarheit stiftende Lehre. Sie l\u00e4sst echte, universelle\nGesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu, die immer G\u00fcltigkeit besitzen und frei von politischer oder\nideologischer Willk\u00fcr sind. Wir wenden sie sogleich auf den Markt an. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jedem x-beliebigen Markt gibt es Anbieter und\nNachfrager von G\u00fctern. Die Anbieter haben sich zu deren Produktion und Handel\nfreiwillig entschieden und zielen auf einen Verkaufspreis ab, der aus ihrer\nSicht das eingebrachte Engagement lohnenswert verg\u00fctet. Zu diesem, ihren Preis\nsind sie bereit, die produzierten G\u00fcter abzugeben. Das ist im \u00dcbrigen nie der\nh\u00f6chstm\u00f6gliche Preis, da die damit verbundenen Verkaufszahlen und somit der Gewinn\nviel zu niedrig ausfallen w\u00fcrden. Bereits hier wird erkennbar, dass jeder\nAnbieter sehr achtsam mit seinem Gegen\u00fcber, dem Nachfrager, umgehen muss. Diese\nForm der R\u00fccksicht setzt jedoch privaten Wettbewerb der Anbieter voraus. Ein\nstaatlicher Monopolist muss sich darum im \u00dcbrigen nicht scheren. Und wenn noch\ndazu eine Sache allen geh\u00f6rt, geh\u00f6rt dem Einzelnen gar nichts! Denn \u201egeh\u00f6ren\u201c bedeuten\n\u00fcber etwas frei verf\u00fcgen. Wer also auf die Verstaatlichung der\nProduktionsmittel abzielt, wie Marx es tat, denkt nicht im humanistischen Sinne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun zu den Nachfragern. Sie haben verschiedenste\nBed\u00fcrfnisse und Pr\u00e4ferenzen, mit denen sie auf den Marktplatz treten. Unter\nWahrung ihrer finanziellen M\u00f6glichkeiten (ihres Kapitals) entscheiden sie sich\nfreiwillig gegen bzw. f\u00fcr bestimmte G\u00fcter, die sie bereit sind, zu bestimmten\nPreisen zu erwerben. Sicher kennen Sie den Moment, indem Sie ein Produkt sofort\nanspricht aber Sie im n\u00e4chsten Moment vom anh\u00e4ngenden Preisschild j\u00e4h abgeschreckt\nwerden. \u201eDas ist es mir nicht wert!\u201c, lautet die spontane Diagnose. Einem\nanderen ist es das aber wert, weil er oder sie andere Priorit\u00e4ten verfolgt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, vielleicht ist er oder sie auch im Besitz\neines dickeren Geldbeutels \u2013 g\u00f6nnen wir es demjenigen doch! Wer wei\u00df, was sie\noder er daf\u00fcr an anderer Stelle f\u00fcr Entbehrungen eingehen musste, um diese\nmonet\u00e4ren Fr\u00fcchte ernten zu k\u00f6nnen. Weniger Disco, heute sagt man wohl \u201eClub\u201c\ndazu, psychischer Stress, belastende Verantwortung, Flei\u00df und Hartn\u00e4ckigkeit.\nWahrscheinlich verf\u00fcgt sie oder er auch \u00fcber eine \u00fcberdurchschnittliche\nKreativit\u00e4t oder Intelligenz. Sind wir froh, dass es diese Zugpferde\nwirtschaftlichen Handels gibt, die noch dazu h\u00e4ufig bereit sind, gewisse\nRisiken auf sich zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So l\u00e4uft es jedenfalls auf jedem freien Markt ab.\nJe niedriger der Preis von einem bestimmten Gut ausf\u00e4llt, desto mehr K\u00e4ufer\nwerden der Meinung sein, dass das Produkt seinen Preis wert ist. Diesen\nZusammenhang zeigt die Nachfragekurve (rot) von Abbildung 1. Andersherum werden\nbei steigenden Preisen immer mehr Anbieter bereit sein, bestimmte G\u00fcter\nanzubieten (blaue Angebotskurve). Das ist in erster Linie keine Frage von Gier,\nsondern der unterschiedlichen Produktionskosten. Beide Kurven k\u00f6nnen je nach\nProdukt und Markt \u00fcbrigens ganz unterschiedlich steil verlaufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"548\" height=\"336\" src=\"https:\/\/www.zaldor.de\/wp-content\/uploads\/angebot_nachfrage_kurve.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2471\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Abbildung 1:\nAngebot und Nachfrage <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich m\u00f6chte Sie nicht per Fernstudium zum Volkswirt\nmachen. Doch diese entscheidende Erkenntnis m\u00f6chte ich gerne mit Ihnen teilen:\nAuf einem freien Markt treffen Anbieter und Nachfrager freiwillig aufeinander.\nSie haben dabei ganz unterschiedliche, sogar diametrale Interessen. Und doch\nfinden sie \u00fcber die menschliche Interaktion auf dem Markt, quasi evolution\u00e4r,\neinen gemeinsamen Konsens im Marktpreis. Dieser Markt- oder auch Gleichgewichtspreis\nbildet sich (ggf. erst zeitverz\u00f6gert) am Schnittpunkt der Angebots- und\nNachfragekurve, in Abbildung 1 illustriert mit P 0. Es ist der Preis, der unter\nWahrung der Interessen beider Seiten zur maximal m\u00f6glichen Bedienung der menschlichen\nBed\u00fcrfnisse f\u00fchrt. Und das alles ist stets im Fluss. Steigen die Pr\u00e4ferenzen\nder Nachfrager f\u00fcr ein Gut und\/oder es wird knapper, steigt der Preis \u2013 und\numgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Markt ist also nie irgendein Gebilde\nkaltschn\u00e4uziger Kapitalisten oder urs\u00e4chliche St\u00e4tte unmenschlicher Wirkungen. Das\nGegenteil ist der Fall! Ebenso agiert am Markt auch kein rationaler Homo\nOeconomicus, wie es an den Universit\u00e4ten weiterhin gelehrt wird. Anbieter und\nNachfrager lassen sich deshalb eben gerade nicht als plumpes Kollektiv darstellen,\nderen Mitglieder ihr Handeln homogen am Preis der G\u00fcter ausrichten. Der Wert\n(Preis) ist n\u00e4mlich keine Eigenschaft der G\u00fcter Herr Marx, sondern das freie\nWerturteil aller wirtschaftenden Individuen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Leben\nist kein Ponyhof!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein immer vorhandener Nebeneffekt des Marktes ist\naber auch, dass einzelne Nachfrager nicht zum Zuge kommen, weil sie den\nMarktpreis nicht zahlen wollen oder k\u00f6nnen. Auf der anderen Seite werden\nAnbieter aus dem Markt ausscheiden m\u00fcssen, die nur, aus Sicht der Nachfrager,\nzu zu hohen Preisen (Kosten) in der Lage sind, ein Gut anzubieten. Das ist\nschlicht eine Form der nat\u00fcrlichen Auslese. Die damit verbundenen Ressourcen werden\nwieder frei f\u00fcr ein anderes Produktangebot. Die handelnden Menschen haben wichtige\nErfahrungen gesammelt, die sie f\u00fcr eine neue gesch\u00e4ftliche Ausrichtung verwenden\nk\u00f6nnen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDieses Scheitern am Markt ist aber gar nicht gerecht!\u201c,\nmag mancher Leser gerade f\u00fchlen. Nein, das ist es in der Tat nicht! Und es ist\nauch keineswegs angenehm f\u00fcr einen Anbieter, derartig existenzbedrohende Erfahrungen\nmachen zu m\u00fcssen. Ein Mangel an Gerechtigkeit wird aber verd\u00e4chtigerweise stets\nauf der Seite der entt\u00e4uschten Nachfrager festgemacht. Liegt das vielleicht am ewig\nfunktionierenden Neidkomplex, der als hervorragender Trigger zum Klassenkampf\ndient? Sei es, wie es sei. Sofern \u201eGerechtigkeit\u201c \u00fcberhaupt ein Ma\u00dfstab sein\nkann, ist mehr davon, als es der freie Markt hervorbringt, jedenfalls nachhaltig\nnicht m\u00f6glich. Im \u00dcbrigen ist Gerechtigkeit keine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des\nUniversums, sondern ein rein willk\u00fcrlicher Ma\u00dfstab, den jeder f\u00fcr sich ganz\nindividuell formuliert wissen will. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Portion\nDenksport<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sofern ich Ihr Interesse an dieser Thematik\ngeweckt haben sollte, nehmen Sie sich doch bitte die Zeit f\u00fcr eine kleine \u00dcbung\nund simulieren an Abbildung 1 einen Markteingriff. Ziel ist mehr Gerechtigkeit\nf\u00fcr die Nachfrager. Sie sind politischer Korrektor und empfinden den Marktpreis\n(P 0), der f\u00fcr eine Wohnung zur Miete in Berlin Mitte gezahlt wird, als nicht\ngerechtfertigt. Sie verordnen deshalb eine Mietpreisobergrenze unterhalb des\nMarktpreises. Man k\u00f6nnte auch sagen, Sie greifen in die Eigentumsrechte der\nVermieter ein und zwingen sie zu einem niedrigeren Preis. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wird auf einem freien Markt dauerhaft passieren?\nF\u00fchrt das zumindest zu dem erhofften Wohlstandszugewinn auf Seiten der Nachfrager?\nWenn Sie P 0 in der Grafik um einen halben Zentimeter nach unten versetzen und\ndieses Preisniveau auf der Angebotskurve gefunden haben, dann kennen Sie die\nL\u00f6sung: eine Verknappung des Angebots. Ein Teil der Mieter wird davon profitieren.\nDoch ein noch gr\u00f6\u00dferer Teil als vor dem Markteingriff wird seine Mietnachfrage\nnicht erf\u00fcllt bekommen. Geht so Gerechtigkeit oder Wohlstandszugewinn? Dass Sie\nmich bitte nicht falsch verstehen. Ich g\u00f6nne jedem von Herzen sein Wunschdach\n\u00fcber dem Kopf. Nur so wird es nachhaltig eben niemals funktionieren!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Erinnerung: Basis dieser zwei Graphen ist die\nPraxeologie menschlichen Handelns und keine graue Theorie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwang\ngleich Armut!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Beispielfall der Immobilie verschwinden diese\nAngebotskapazit\u00e4ten nat\u00fcrlich nicht sofort. Zahlreiche Eigent\u00fcmer werden sie\naber zuk\u00fcnftig nicht mehr in notwendigem Ausma\u00df oder gar nicht mehr sanieren. Es\nlohnt sich aus ihrer Sicht nicht mehr. Das ist eine v\u00f6llig legitime Sicht der\nDinge, f\u00fcr eine Leistung eine ad\u00e4quate Gegenleistung zu erwarten. Vom l\u00e4ngerfristigen\nErgebnis dieser Mietpreispolitik kann man sich aktuell am Beispiels Wiens (<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/in-wien-leben-60-prozent-in-einer-gefoerderten-wohnung-dennoch-ist-die-stadt-kein-vorbild-in-der-wohnungspolitik-ld.1480080\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/in-wien-leben-60-prozent-in-einer-gefoerderten-wohnung-dennoch-ist-die-stadt-kein-vorbild-in-der-wohnungspolitik-ld.1480080<\/a>)\noder Genfs (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/plus199845380\/Mietenstopp-23-Jahre-Stillstand-auf-dem-Immobilienmarkt-in-Genf.html\">https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/plus199845380\/Mietenstopp-23-Jahre-Stillstand-auf-dem-Immobilienmarkt-in-Genf.html<\/a>)\n\u00fcberzeugen. Zu was eine noch viel weiter ausufernde staatliche Intervention im\nWohnungsbau f\u00fchrt, das konnte man sich nach dem Mauerfall im Osten Deutschlands\nansehen. Auferstanden aus Ruinen, der marxistische Theorie gefolgt, untergegangen\nin Ruinen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mauerbauer kamen auch nicht aus dem Westen, um\neine Migration aus dem kapitalistischen Westen in Richtung sozialistischen Osten\nzu unterbinden. Die Fr\u00fcchte hingen dank freiem Markt und privatem Kapital n\u00e4mlich\nan den B\u00e4umen im Westen. Dass es auch nicht an den Menschen lag, sondern einzig\nam schattigen System, zeigt die Zeit vor und nach der sozialistischen\nHerrschaft im Osten unserer Republik.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Extremform der marktfernen Preisfindung ist\nder Sozialismus mit seiner zentralistischen Angebotsplanung und Preissetzungsmacht.\n\u00c4hnlichkeit zu diesem Konstrukt zeigen die Zentralbanken, als interventionistische,\nzentrale Angebots- und Preissetzer im Geldmarkt. Sie wirken \u00fcber die l\u00e4ngere\nZeitachse f\u00fcr die B\u00fcrger \u00e4hnlich armutsstiftend, gemessen in realer Ma\u00dfeinheit.\nDaneben finden sich in unserer westlichen Wirtschaftspolitik zunehmend allerlei\nZwangsma\u00dfnahmen, die in die freien M\u00e4rkte intervenieren. Das Beispiel der\nImmobilie steht stellvertretend f\u00fcr viele andere. Die damit verfolgten\npolitischen Ziele h\u00f6ren sich stets wohlklingend an, ihre Wirkungen f\u00fchren\nperspektivisch jedoch zu weniger Freiheit und Wohlstand f\u00fcr alle.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je mehr staatlicherseits preislich eingegriffen\nwird, desto st\u00e4rker die negativen Effekte. W\u00fcrde man wenigstens, wenn es denn\nunbedingt sein muss, mit den fremden (Steuer-)Geldern Anreize f\u00fcr eine\nAngebotsausweitung setzen, dann g\u00e4be es zumindest den gew\u00fcnschten Effekt f\u00fcr\ndie Nachfrager: mehr Angebot und damit auch ein Preisdruck nach unten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch durch die preislichen Zwangsma\u00dfnahmen werden nur\nAnbieter sukzessive den Markt verlassen oder schr\u00e4nken ihr lokales Angebot\ngezielt ein. Das Kapital flie\u00dft woanders hin, solange es kann. Die \u00f6ffentliche\nHand versucht diese L\u00fccke zu kompensieren und folgt dabei ihrem k\u00fcnstlich tief\ngesetzten Preis und produziert gegebenenfalls sogar noch defizit\u00e4r auf Kosten\nder Allgemeinheit. Der Wert (Preis) als Urteil wirtschaftlichen Handelns geht dabei\nverloren. Entscheidungen werden so zwangsl\u00e4ufig immer unwirtschaftlicher. Das fehlende\nPreisurteil f\u00fchrt zum Wissensverlust \u00fcber die tats\u00e4chliche Nachfrage und in der\nFolge wird stetig am menschlichen Bedarf vorbeiproduziert. So werden s\u00e4mtliche Ressourcen\nverschwendet, um irgendein Gerechtigkeitsziel zu erreichen. Diese Ressourcen\nfehlen an anderer Stelle, was die Vielfalt an verf\u00fcgbaren Produkten zusehends\nausd\u00fcnnt und in den Mangel f\u00fchrt. Das Extremum dieses Marktverlusts hei\u00dft\nSozialismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00fcnschen Sie dazu konkrete Bilder, dann werfen Sie\nbitte einen Blick \u00fcber den Atlantik nach Venezuela oder suchen sich aus Ihrer\nOnline-Bibliothek eine Dokumentation zur Endphase der DDR oder UdSSR heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sozialismus wird wegen dieser schwerwiegenden\nsystemimmanenten Fehler niemals funktionieren k\u00f6nnen! Karl Marx irrte mit\nseiner Prophezeiung, dass der Sozialismus als h\u00f6here Form auf den Kapitalismus\nund Feudalismus folgen und als Endform verbleiben wird. Dank der Bolschewisten\nwurde das Gegenteil l\u00e4ngst bewiesen. Ihre blutige Revolution von 1917 st\u00fcrzte\ndie Feudalherren und f\u00fchrte auf Grundlage des Marxismus direkt in den\nSozialismus. Der Sozialismus ist in relativer kurzer Zeit krachend gescheitert.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je weniger freier Markt dem sch\u00f6pferischen Handeln\nder Menschen offen steht, desto gr\u00f6\u00dfer die Gefahr des Wohlstandsverlusts bzw.\neiner Zunahme von Armut. Das ist keine individuelle politische \u00dcberzeugung,\nsondern unumst\u00f6\u00dfliche Praxeologie, die l\u00fcckenlos belegt wird durch mindestens ein\nJahrhundert Wirtschaftshistorie. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Skeptischer\nAusblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweifelsohne sind wir hier und heute einige\nKilometer weit entfernt von derart unfreien und zerst\u00f6rerischen\nMarktverh\u00e4ltnissen wie zu Zeiten der DDR oder UdSSR. Doch die konsequent\nverweigerte Lernbereitschaft politischer Entscheider, die zunehmend offene\nFeindseligkeit gegen\u00fcber Kapital und M\u00e4rkten sowie die wachsende Anzahl an\nMarx-Gl\u00e4ubigen in Politik, Kultur, Bildungswesen und in der Medienlandschaft\nsollte alle, die an Wohlstand und Freiheit interessiert sind, sehr aufmerksam\nmachen f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen politischen Entwicklungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mietendeckel, Verstaatlichung von Betrieben und\nBanken, Beschr\u00e4nkungen des Bargelds oder Negativzinsen sind l\u00e4ngst keine\nseparaten theoretischen Einzelthemen mehr, sondern vielmehr Bestandteile einer\nmarkt- bzw. freiheitsfeindlichen Gesamtentwicklung. Das sind auch keine Folgen\neines \u00fcberbordenden (echten!) Kapitalismus oder von einem etwaigen Marktversagen.\nEs sind die Folgen von st\u00e4ndigen Eingriffen in das freie Handeln der Menschen\nauf den M\u00e4rkten \u2013 nicht zuletzt durch die Zentralbanken. Ein freier Markt, ohne\nnennenswerte Zugangsh\u00fcrden, der als solcher gepflegt wird, kann gar nicht\nversagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entgegen dieser Erkenntnisse werden die\nMarkteingriffe zusehends rabiater. Die Eingriffe in die privaten\nEigentumsrechte nehmen zu. Auf unser Rechtssystem sollten wir uns nicht\nverlassen. Lesen Sie aufmerksam nur einmal \u00a7 903 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches\n(BGB). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem zentralen Aspekt m\u00f6chte ich Karl Marx\nbeipflichten: \u201eGreift nicht ein, lasst den Kapitalismus reif werden.\u201c, rief er\nseinen Klassenk\u00e4mpfern zu. Hier endet auch schon wieder unsere \u00dcbereinkunft.\nDie materiellen Produktivkr\u00e4fte w\u00fcrden unweigerlich zur Armut der Arbeiterklasse\nf\u00fchren und zum N\u00e4hrboden f\u00fcr sein Paradies, dem Sozialismus. Es ist ganz anders\ngekommen, als Herr Marx prophezeite. Seine Anh\u00e4nger streben jedoch weiter nach\ndiesem teuflischen Paradies und r\u00fctteln durchaus sehr geschickt und f\u00fcr viele\nunsichtbar am System. Doch auch sie werden scheitern, hoffentlich fr\u00fcher als sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten Sie mir in diesem l\u00e4ngeren Kommentar bis hierher gefolgt sein, m\u00f6chte ich mich herzlich f\u00fcr Ihre Geduld bedanken! Behalten wir alle die Worte Talmuds im Hinterkopf und pflegen die Erkenntnisse menschlichen Handelns im Sinne einer freiheitlichen Zukunft! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\nNutzen\nSie Ihr Kapital f\u00fcr eine erf\u00fcllte Lebenszeit,<br>\nIhr J\u00f6rg Haldorn, CFP, EFA\n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hofheim am Taunus, 12. September 2019 \u2013 Frei sein. Welch wunderbare Perspektive! Nicht tun zu m\u00fcssen, was man eigentlich gar nicht will. 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