{"id":2633,"date":"2022-02-24T16:19:36","date_gmt":"2022-02-24T16:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zaldor.de\/?p=2633"},"modified":"2022-02-24T16:19:36","modified_gmt":"2022-02-24T16:19:36","slug":"was-tun-gegen-dieses-teuerungsphaenomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zaldor.de\/blog\/2022\/02\/24\/was-tun-gegen-dieses-teuerungsphaenomen\/","title":{"rendered":"Was tun gegen dieses Teuerungsph\u00e4nomen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hofheim am Taunus, den 24.02.2022 &#8211;  Die Preise sind in Deutschland im Dezember und Januar zum Vorjahr um  jeweils etwa +5 Prozent gestiegen. In den USA liegt die Preissteigerung  bei +7,5 Prozent in 2021. Nur einmal angenommen, diese Dynamik w\u00fcrde bei  uns \u00fcber vier Jahre so fortbestehen, dann w\u00fcrden wir einen  Konsumverzicht von etwa 20 Prozent \u00fcben m\u00fcssen. Da gibt es gewiss  freudvollere \u00dcbungen! \u201eDann am besten doch gleich alles auf den Kopf  hauen!\u201c, mag jenem mit hoher Zeitpr\u00e4fenz in den Sinn kommen. Wer das  anders l\u00f6sen m\u00f6chte, der sucht nach geeigneten Gegenma\u00dfnahmen. F\u00fcr die  passende Reaktion auf dieses Umfeld ist es zudem wichtig, die  Ausgangslage richtig einzusch\u00e4tzen. Lassen Sie uns nun nach Ursachen und  zielgerichteten Ma\u00dfnahmen suchen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zaldor.de\/wp-content\/uploads\/AdobeStock_455307324_leerer-Hafen-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2632\" width=\"549\" height=\"412\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nur unzureichend erfasst: das vorherrschende Teuerungsph\u00e4nomen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vieles, was man seit einer Weile an vermeintlichen Analysen\noder Kommentaren zu lesen bekommt, erscheint mir recht detailfrei und oberfl\u00e4chlich.\nEin h\u00e4ufig zu h\u00f6render Tenor lautet, dass es ganz klassisch um \u201eInflation\u201c\nginge. Es ist das Preisresultat einer Geldmengenausweitung, die \u00fcber eine\nAusweitung der G\u00fctermenge hinausschie\u00dft. Andere Beitr\u00e4ge beschr\u00e4nken sich auf die\nblo\u00dfe Betrachtung der Preissteigerungsrate (auch \u201eInflationsrate\u201c genannt),\nohne sich irgendwelche Mengenverh\u00e4ltnisse anzuschauen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6here Zinsen und eine Reduktion der Prim\u00e4rgeldmenge werden\njedenfalls auch diesmal als probates Mittel betrachtet, um diese \u201eInflation\u201c\nwieder zu senken. Nach meinem Daf\u00fcrhalten stellt das eine gef\u00e4hrliche\nFalschbehandlung dar, der eine Fehldiagnose zugrunde liegt. Das ist\nvergleichbar mit einem Patienten, der ein stark blutdrucksenkendes Medikament vom\nArzt verschrieben bekommt, obwohl er unter viel zu niedrigerem Blutdruck leidet.\n<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ursache dieser Fehldiagnose ist, dass die g\u00e4ngigen\nMessinstrumente und Untersuchungsmethoden nicht oder nur begrenzt in der Lage\nsind, die Teuerungsursache richtig zu orten. Das beginnt bei dem Ma\u00df der\nPreissteigerungsrate. Sie misst lediglich die Preis\u00e4nderung eines recht\nstatischen fiktiven Warenkorbs, bzw. der in ihm enthaltenen Produkte und\nDienstleistungen. Umgesetzte Mengenver\u00e4nderungen im Wirtschaftsgeschehen kommen\ndabei viel zu kurz. Gibt es zu gewissen G\u00fctern in einer Periode gar keine\nUms\u00e4tze, so werden die Preise der Vorperioden fortgeschrieben. Sie werden\ngleich anhand einiger Beispiele erkennen, dass diese Vereinfachungen in\nau\u00dferordentlichen Situationen, wie einem tempor\u00e4ren Stilllegen von Teilen der\nWirtschaft, zu falschen R\u00fcckschl\u00fcssen f\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Schlie\u00dfungen gehen Sie nicht mehr essen, ins Kino\noder zur K\u00f6rperpflege und der Urlaub wird verschoben. F\u00fcr all diese\nDienstleistungen kommt gar kein Preis zustande. Sie verlagern Ihren Konsum und\nentscheiden sich stattdessen f\u00fcr ein neues M\u00f6belst\u00fcck, einen Umbau am Eigenheim\noder bestellen sich ein Elektrofahrzeug. Die Nachfrage verschiebt sich somit\nstrukturell von Dienstleistungen zu Waren. Hier gibt es Nullums\u00e4tze und gar\nkeine Preise mehr, dort entsteht pl\u00f6tzlich Nachfrage\u00fcberhang, Engpass und somit\nTeuerung. Die Teuerung wird von der Preissteigerungsrate erfasst, die fehlenden\nPreise werden ersetzt durch Preisfortschreibung aus der Vorperiode. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lockdowns hatten weitere spezifische Folgen, die von\neinem Ma\u00dfstab, wie der Inflationsrate nicht erfassbar sind. Der Preis von\nKupfer etwa schie\u00dft in die H\u00f6he, da Kupferminen wegen COVID geschlossen sind,\nwas zur Verteuerung von kupferhaltigen Endprodukten f\u00fchrt. Gro\u00dfe H\u00e4fen in China\nstehen wiederholt still, was die Versorgung mit Vor- und Endprodukten verknappt\nund somit verteuert. Aufgestaute Sendungen treffen dann gleichzeitig in den\nZielh\u00e4fen ein, was dort zu immensen Staus und weiteren Zeitverz\u00f6gerungen f\u00fchrt.\nWichtige Vorprodukte, wie Prozessoren, fehlen, Produktionen stehen still,\nGesch\u00e4fte sind get\u00e4tigt, k\u00f6nnen aber nicht abgewickelt werden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All diese und viele weitere m\u00f6gliche Beispiele zeigen die Ursachen einer Mangelteuerung aus den COVID-Schlie\u00dfungen, deren deflation\u00e4re Effekte f\u00fcr die Wirtschaft zugleich nur unzureichend erfasst werden. Das ist der Grund daf\u00fcr, dass viele Analysen derzeit meines Erachtens nicht richtig sind, die nun eine restriktivere Geldpolitik einfordern. Denn die immensen St\u00f6rungen in Produktionen und Lieferketten sowie die strukturellen Sch\u00e4den, gerade im Dienstleistungsbereich, wirken weiter fort und bauen sich nur ganz allm\u00e4hlich ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Geld jetzt zu verknappen, l\u00f6st keines dieser Probleme, kann hingegen aber gef\u00e4hrlich wirken f\u00fcr die weitere wirtschaftliche Erholung. Denn man bewirkt damit, dass der Angebotsknappheit eine verringerte Nachfrage gegen\u00fcbergestellt wird. So tritt der Mangel zwar weniger in Erscheinung, der Nachfrage\u00fcberhang und somit die Preise sinken. Ob man in diesem Umfeld aber wirklich das Risiko einer neuerlichen Rezession als Preis f\u00fcr eine D\u00e4mpfung der Teuerung eingehen will?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Exkurs \u201edas richtige Ma\u00df\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Exkurs ist f\u00fcr die kritischen Leser oder Fatalisten unter Ihnen gedacht, die in diesem au\u00dferordentlichen Lockdown-Fall keine M\u00f6glichkeit einer besseren Analyse der Umfeldbedingungen sehen und zugleich interessiert sind an einer Portion Theorie. Trifft das auf Sie nicht zu, k\u00f6nnen Sie diesen Abschnitt getrost \u00fcberspringen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.zaldor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/The-money-impact-scaled-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.zaldor.de\/wp-content\/uploads\/The-money-impact-1024x709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2631\" width=\"544\" height=\"376\"\/><\/a><figcaption><em>Abbildung 1: (Preis-)Wirkung des Geldes<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abbildung 1 enth\u00e4lt die methodisch pr\u00e4zise dynamische Berechnungsmethode\ndes Teuerungsph\u00e4nomens. Ich m\u00f6chte die Erkl\u00e4rung recht schn\u00f6rkellos halten: M1\nist die von einer Zentralbank bereitgestellt Prim\u00e4rgeldmenge in einem\nW\u00e4hrungsraum. Im Gesch\u00e4ftsbankensystem erf\u00e4hrt sie eine x-fache Vervielfachung\n\u00fcber diverse Kreditkonstrukte. Das Geld, das nicht ins Ausland flie\u00dft, etwa per\nInvestitionen, zirkuliert nun im W\u00e4hrungsraum mit ganz unterschiedlicher\nUmlaufgeschwindigkeit. Bis hierher definieren wir die Geldwirkung, also wie\nviel Geldeinheiten in einer Periode Verwendung gefunden haben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dagegen stehen dann die in derselben Periode zur Verf\u00fcgung\ngestandenen Produkte und Dienstleistungen im selben Wirtschaftsraum. Die\nRelation der Ver\u00e4nderung der bereitstehenden G\u00fctermenge zur Ver\u00e4nderung der verwendeten\nGeldeinheiten von einer zur n\u00e4chsten Periode misst dann dynamisch die Deflation\noder Inflation. Nur nach dieser Rechnung sind zielf\u00fchrende Empfehlungen zur\nGeldpolitik erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen wissenschaftlichen Anspr\u00fcchen gerecht werdende dynamische Datenanalysen der Absatzmengen- und Preisver\u00e4nderungen im Verlauf der zur\u00fcckliegenden Monate, die eben auch die lehrbuchfernen Auswirkungen der Lockdowns ber\u00fccksichtigen, best\u00e4tigen auch f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte 2021 eindeutig das Vorliegen einer Mangelteuerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aspekte zuk\u00fcnftiger Teuerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich gar kein Freund vollmundiger Prognosen zu zuk\u00fcnftig\nUngewissem bin, m\u00f6chte ich an dieser Stelle lediglich Aspekte auff\u00fchren, die\nden Gang der Teuerung beeinflussen werden. Sie lassen zumindest vermuten, dass\nuns h\u00f6here Teuerungsraten durchaus l\u00e4ngere Zeit begleiten k\u00f6nnten und\nverdeutlichen, wie wichtig es f\u00fcr jeden von uns ist, \u00fcber geeignete Ma\u00dfnahmen\nzum Erhalt der eigenen Kaufkraft nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ursachen des lockdownbedingten Angebotsmangels bzw. der\nMangelteuerung werden nach und nach zur\u00fcckgehen. Angebotsknappheiten, die\nbereits vor Corona existierten und zum Beispiel im Baugewerbe zu sehen sind,\nbetrifft das erst einmal nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die j\u00fcngsten Daten aus den USA zeigen, dass erst jetzt die\nGeldumlaufgeschwindigkeit merklich zunimmt. Der in vielen Publikationen\nbeschworene rein monet\u00e4re Teuerungseffekt gewinnt damit auch erst jetzt an\nGewicht, denn dieser ist f\u00fcr die Preise viel bedeutsamer als die\nbereitgestellte Prim\u00e4rgeldmenge. Demgegen\u00fcber stehen die bereits erheblich\ngestiegenen US-Kapitalmarktzinsen und ein nachlassender Prim\u00e4rgeldersatz, die\ndiesen Effekt d\u00e4mpfen. Es wird sich erst noch zeigen m\u00fcssen, ob ein\nGeld\u00fcberhang wirklich ein Kerntreiber f\u00fcr Teuerung werden wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende diesen Jahres beginnen bei uns in Deutschland die\nVerhandlungsrunden der Gewerkschaften. Zu vermuten ist, dass die derzeitige\nTeuerung zu deutlich h\u00f6heren Lohnabschl\u00fcssen f\u00fchren wird, was die Teuerung\nweiter unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei weitere gewichtige Entwicklungen f\u00f6rdern ebenfalls eine erh\u00f6hte Teuerung. Die teils massiven negativen Auswirkungen der Lieferkettenunterbrechungen motivieren zu einer De-Globalisierung in den Produktionsprozessen. Teile werden zunehmend teurer vor der eigenen Haust\u00fcr produziert, statt in Fernost. Und nicht zu vergessen ist die politisch vorangetriebene Dekarbonisierung der (Wirtschafts-)Welt, auch \u201eGreen-Inflation\u201c genannt, die schon jetzt unsere Energiepreise in die H\u00f6he katapultiert. Dieser Umstand wird uns zumindest erhalten bleiben und aktuell flankiert von einem starken Anstieg des \u00d6lpreises von etwa +60 Prozent zum Vorjahr. Unsere Abh\u00e4ngigkeit vom russischen Gas und der eskalierte Konflikt mit dem Kreml werden voraussichtlich einen zus\u00e4tzlichen Teuerungsbeitrag hinterlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der eigene Werkzeugkasten gegen die Teuerung ist gefragt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ursachen dieser vorherrschenden Teuerung hat der Chef der\nUS-Notenbank Fed Jerome Powell wiederholt h\u00f6chstselbst als \u201evor\u00fcbergehenden\nAngebotsmangel\u201c geortet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Reparatur einer Mangelteuerung hat eine Zentralbank,\nwie die Fed, kein wirklich geeignetes Werkzeug im Kasten. Aber sie hat ein\nWerkzeug im Kasten, das sie nun doch anwenden m\u00f6chte: restriktive Geldpolitik\nmit Leitzinserh\u00f6hungen in mehreren Schritten und Geldmengenverknappung.\nOffenbar wurde der Druck auf die Fed seit November von irgendwoher zu gro\u00df, so\ndass man sich dazu entschlossen sah, dieses Werkzeug in die Hand nehmen zu\nwollen. Bleibt zu hoffen, dass Geldumlaufgeschwindigkeit und\nKreditmultiplikator diese Geldpolitik einigerma\u00dfen kompensieren werden. Andernfalls\nkann das f\u00fcr den US-Dollar sehr ungut enden, wenn Investoren dem dann zunehmend\ndeflation\u00e4ren US-Dollar-Wirtschaftsraum scharenweise den R\u00fccken zuwenden. Sp\u00e4testens\ndann wird ein Umdenken in der Fed einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich steht au\u00dfer Frage: die Mittel der Zentralbanken, um diese spezifische Teuerung einzud\u00e4mmen, sind stark begrenzt. Der Einsatz jener Mittel, die man hat, kann zudem nur sehr vorsichtig erfolgen, will man keine Kollateralsch\u00e4den herbeif\u00fchren, die die Sch\u00e4den dieser schmerzlichen Teuerung \u00fcbersteigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sind im Ergebnis einmal mehr selbst gefragt, mit\nGeschick und Weitblick f\u00fcr unser eigenes Wohlergehen proaktiv zu handeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine ganz aktuelle Gelegenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allein der Vollst\u00e4ndigkeit halber muss ich das folgende Mantra wiederholen: \u201eEs sollte jedem darum gehen, eine stabile strategische Verm\u00f6gensstruktur zu pflegen, die mit solchen Entwicklungen einigerma\u00dfen zurechtkommt.\u201c Das Geldhorten auf dem prall gef\u00fcllten Konto mit Zinsen nahe bis knapp unter Null ist jedenfalls nicht Teil dieser L\u00f6sung! Zu einer solch robusten Verm\u00f6gensstruktur geh\u00f6ren hingegen unter anderem die richtigen Immobilienanlagen, Edelmetalle und ein ausbalanciertes Wertpapier-Portfolio \u2013 das Ganze gut durchdacht und individuell wohl dosiert. Neben dieser strategischen Aufgabe, sollte man unbedingt auch taktisch gewillt sein, lukrative Gelegenheiten flexibel wahrzunehmen. Eine solche bietet sich gerade am Aktienmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor allem die Ank\u00fcndigungen eines erheblich restriktiveren geldpolitischen Kurses der Fed haben ein ordentliches b\u00e4risches Knurren verursacht. Der Index S&amp;P 500, als repr\u00e4sentatives Aush\u00e4ngeschild der US-Wirtschaft, korrigierte in der Spitze um -14 Prozent. Technologieaktien des NASDAQ 100 rutschten um -22 Prozent ab (Stand 24.02.2022). Die sich seit November teils merklich widersprechenden Verlautbarungen des Fed-Gremiums lassen uns aber \u00fcber den genauen Kurs bedauerlicherweise weiterhin im Ungewissen und ergeben, neben den hinzugekommenen geopolitischen Spannungen, eine h\u00f6here Schwankung am Markt. Eine Kehrtwende oder zumindest eine Richtungs\u00e4nderung der Fed ist aus eben genannten Gr\u00fcnden jederzeit m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wir im Ergebnis dessen vorfinden, sind gewisse Wachstumsaktien, die schon jetzt fundamental bewertet gute Einstiegsmomente bieten. Diese Werte litten durch den Discounted-Cashflow der Kursbewertung besonders stark unter den stramm anziehenden Kapitalmarktzinsen. Andererseits werden ihre unmittelbaren Gewinnperspektiven durch den Zinsanstieg nur vergleichsweise geringf\u00fcgig tangiert. Und gerade diejenigen Unternehmen, die schon heute profitabel sind, weil sie \u00fcber eine \u00e4u\u00dferst stabile Wettbewerbsposition verf\u00fcgen, werden wohl am wenigsten mit einer nachhaltig erh\u00f6hten Teuerung zu k\u00e4mpfen haben. Sie verf\u00fcgen \u00fcber ausreichend Marge und eine gewisse Preisfestsetzungsmacht. Solche Titel gibt es jetzt wieder zu attraktiven Preisen zu haben. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin \u00fcberzeugt davon, dass ein solches Aktieninvestment in den n\u00e4chsten Wochen die beste taktische Option ist, um mit passender Dosierung f\u00fcr das Szenario erh\u00f6hter Teuerung vorzusorgen. In Zeiten wie diesen, in denen wir in unserer W\u00e4hrung keinen (risikofreien) Zins mehr bekommen, sollten Sie vor Kurskorrekturen nicht \u00e4ngstlich zur\u00fcckschrecken, sondern sich diese mit Sorgfalt und Augenma\u00df zunutze machen. Solche Ma\u00dfnahmen, in einer ohnehin robusten Verm\u00f6gensstruktur, vervollst\u00e4ndigen die Voraussetzung f\u00fcr zuk\u00fcnftigen Wohlstand. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr J\u00f6rg Haldorn, CFP, EFA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hofheim am Taunus, den 24.02.2022 &#8211; Die Preise sind in Deutschland im Dezember und Januar zum Vorjahr um jeweils etwa +5 Prozent gestiegen. In den USA liegt die Preissteigerung bei +7,5 Prozent in 2021. 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