Hofheim am Taunus, den 02. Oktober 2026 – Im September war die Entwicklung an den US-Aktienmärkten stark zweigeteilt. Niedriger als erwartete PCE-Inflationsdaten, ein nach oben revidiertes Wirtschaftswachstum und robuste Konsumausgaben stützten das Umfeld. Gleichzeitig erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise rund 5,3 %. Der Renditeanstieg belastete die Anleihekurse, besonders bei langen Laufzeiten. Der auf US-Staatsanleihen mit mehr als 20 Jahren Restlaufzeit ausgerichtete ETF TLT fiel im September auf neue Kurstiefs seit seiner Auflegung 2002.
Die Erwartungen weiterer Leitzinserhöhungen gingen dennoch zurück. Steigende langfristige Renditen und nachlassende Erwartungen zusätzlicher Zinsschritte prägten damit gleichzeitig das Marktbild.
Für die Aktienmärkte zählt jedoch nicht allein die absolute Höhe der Zinsen. Entscheidend ist auch, wie stark diese die Finanzierung der Unternehmen belasten und wie sich deren Gewinne entwickeln. Breite Indikatoren signalisierten in den USA weiterhin vergleichsweise lockere Finanzierungsbedingungen. Zugleich wuchs die Ertragskraft vieler Unternehmen dynamisch. Vor allem die großen Technologiewerte konnten sich dadurch gegen den schwächeren Gesamtmarkt behaupten. Der Ausbau der KI-Infrastruktur blieb ein wichtiger Wachstumstreiber und zog Kapital auf sich.
KI-generierte Illustration: Kapitalströme in KI-Infrastruktur
Diese Konzentration zeigte sich deutlich in den Monatsrenditen. Der Nasdaq 100 legte um +3,2 % zu, während der S&P 500 -0,5 % verlor. Rund 78 % seiner Mitglieder schlossen im Minus. Der Dow Jones büßte -4,3 % ein, und auch die US-Nebenwerte zeigten Schwäche. Hinter der Stärke der Technologieaktien stand somit kein breit getragener Aufschwung. Die Gewinne konzentrierten sich zunehmend auf wenige große Wachstumswerte, während viele andere Investmentthemen den Anschluss verloren.
Der Ölpreis blieb mit Brent-Notierungen um 98 US-Dollar ein Belastungsfaktor für Inflation und Zinsen. Die Erholung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten sorgte bislang nicht für eine entsprechende Entspannung der Preise. Auch die Edelmetalle konnten sich dem Umfeld nicht entziehen: Gold büßte im September -6,6 % ein.
Der zaldor Core Portfolio RG schloss den Berichtsmonat September mit -0,76 % ab. Die ausgeprägten Unterschiede zwischen den Marktsegmenten und die schwache Marktbreite verdeutlichen, wie einseitig die positive Entwicklung derzeit getragen wird.
